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Nach einem halben Jahr Laufzeit von ErzählZeit baten wir die Lehrerinnen der beteiligten Schulen 2008/09 um eine erste Auswertung des Projekts. Ein detaillierter Fragebogen ist in der Dokumentaion als PdF herunterzuladen.Die verbalen Äußerungen der Befragten, die sie auf dem Fragebogen vermerkten, bestätigen die hohe Wertschätzung, die das Projekt durch das Lehrpersonal erfährt. Hier eine kleine Auswahl: Hansa-GS: Die Erzählstunde ist ein Höhepunkt für die Kinder. Als Lehrerin kann ich die Gruppe ‚von außen’ beobachten und kann sehen, wie sie Gesprächsregeln einhalten, wie sie auf Märchen reagieren und wie fesselnd die Erzählweise sein kann. Gut finde ich, dass die Schüler aktiv mit in den Unterrichtsablauf eingezogen werden. Vielen Dank! Lenau-GS: Die Kinder fiebern der Erzählstunde entgegen und sind immer sehr gespannt bei der Sache. Ich würde es toll finden, wenn das Projekt im nächsten Jahr weitergeführt würde
Aziz-Nesin-GS: Ich bin sehr angetan von der Erzählkompetenz der Erzählerin. Vor allem die interaktiven Spiele sind Anregungen für meinen Unterricht.
Grundschule am Wäldchen: Ich habe gestaunt, wie viel sich die Kinder von den Märchen merken. Wer im Unterricht anscheinend nicht so gut zuhört, nimmt die Märchen oft sehr aufmerksam wahr und kann mit erstaunlichem Wortschatz darüber berichten. Märchen hören ist sinnlich. Besonders gut finde ich die internationalen Erzähler. Daran arbeite ich gern im Unterricht weiter. Z.T. haben wir in den Klassen auch Kinder mit genau diesem kulturellen Hintergrund. Grundschule am Wäldchen: Unsere Märchenerzählerin fesselt mit ihrer Erzählweise ihre Zuhörer. Die Kinder werden mit kleinen Aufgaben oder Rückfragen zum konzentrierten Zuhören geführt. Auch als Lehrerin erhalte ich eine indirekte Weiterbildung, wie man Märchen gut erzählt. Vielen Dank für diese erlebnisreichen Stunden! Scharmützelsee-GS: Ich finde es toll, dass unsere Erzählerin den Kindern auch komplizierte Geschichten näher bringt. Es ist eine Freude zu beobachten, wie die Kinder beim Zuhören mitgehen und ‚vordenken’. Vielen Dank für dieses Projekt! GS Marie: In der ErzählZeit finden die Kinder zur Ruhe, sie entwickeln Fantasie und bekommen Lust auf Geschichten, die sie selber vorstellen können und nicht vom Fernsehen „bebildert“ bekommen. Unserer Ansicht nach hat die ErzählZeit auch ganz stark die Motivation zum Lesen befördert.
GS Marie: Wir Lehrerinnen und die Kinder würden es sehr begrüßen, wenn wir auch im nächsten Schuljahr in den Genuss der Märchenerzählerinnen kommen könnten. Eine gerade angeschobene Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten würde weiter intensiviert und ein lieb gewonnenes Ritual bliebe in dieser schnelllebigen Zeit erhalten.
In der Vorbereitungsphase des Pilotprojektes "Sprachlos?" in der Anna-Lindh-Schule erhielten wir in zahlreichen Briefen eine ideelle Unterstützung durch prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Bundespräsident a.D., Herr Richard v. Weizsäcker,: „beeindruckendes Projekt...Ohne das Erlernen der deutschen Sprache gibt es keine Integration für die Kinder der Einwanderer.“ Herr Prof. Hartmut v. Hentig: „Dass Ihre Gedanken zur Bedeutung des Erzählens in der Menschenbildung richtig und wichtig sind, können nur Esel bestreiten. Alle großen Pädagogen, auch alle Menschenfreunde und Aufklärer, haben sich der Erzählung und deren Wiedergabe als Mittel der geistigen Ordnung und seelischen Bereicherung bedient.“ Frau Prof. Edith Clever, Professorin an der Universität der Künste, Berlin,: „Was für eine großartige Idee – was für ein sinnvolles Projekt! Eine echte Möglichkeit, die Neugier der Kinder, ihre Phantasie und ihr ganzes Wesen anzusprechen und damit innigst zusammenhängend die Kunst an der Äußerung, ihre Sprachentwicklung zu fördern.“ Herr Dr. Michael Naumann, Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“,: „Ihr Projekt zur Sprachförderung von Migrantenkindern ist ebenso notwendig wie in seiner Planung überzeugend….von dem Glück, das es den Kindern bereitet ganz zu schweigen.“ Frau Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/ Oder,: „Das Projekt…scheint mir ein neuer Ansatz zur Sprach- und Kulturvermittlung zu sein, der sich aber auf jahrhundertealte Traditionen bezieht, die in der Gesellschaft verloren gegangen sind und von den Familien nicht mehr wahrgenommen werden….Ein Erfolg dieses Modellversuches würde sicher zur Nachahmung anregen und damit Nachhaltigkeit gewährleisten.“ Herr Prof. Dr. Kaspar H. Spinner, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in Augsburg,: „Einmalig ist die enge Verzahnung von praktischer Arbeit, Maßnahmen der Weiterbildung und wissenschaftlicher Begleitung auf einer fächerübergreifenden Grundlage. Aus Sicht der Schulpädagogik, der Kunstpädagogik und der Deutschdidaktik ist der sorgfältig und überzeugend geplante Berliner Modellversuch von höchstem Interesse.“
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